Fotogalerie Verbandsliga

Hallescher FC II - Fortuna Magdeburg

 

Sonntagnachmittag, Nieselregen. Ein paar Minuten Fußweg von meiner Wohnung entfernt spielt der Hallesche FC II gegen Fortuna Magdeburg. Also kurz die Kamera geschnappt und ein paar Schnappschüsse gemacht. Und es wird ein Torfestival - der Tabellenletzte aus der Landeshauptstadt wird mit 7:1 nach Hause geschickt. Gleichzeitig gewinnt aber auch Preußen Magdeburg beim TSV Völpke 3:1, bleibt damit an der Tabellenspitze - drei Punkte vor der HFC-Reserve bei einem Spiel weniger.

 

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Union Sandersdorf - Hallescher FC II

Die Stimmen und Fotos zum Spiel

 

Sandersdorf_HFCII_PKSandersdorf) Zu lachen hatten nach dem Spiel vor allem die Sandersdorfer. Vereinspräsident Uwe Störzner (Mitte) und Union-Trainer Rainer Lisiewicz waren am Freitagabend nach dem 3:1-Erfolg ihrer Mannschaft sichtlich besser gelaunt. Auf der obligatorischen Pressekonferenz stand auch Gästetrainer Carsten Hänsel Rede und Antwort.

 

Einen Videobeitrag gibt es ab Sonntag 18 Uhr auf der Homepage des Regionalsenders RBW zu sehen.

 

Fußball-Verbandsliga

Der doppelte Gugna besiegelt den Sieg für Sandersdorf

 

Sandersdorf_HFCII_Spiel

 

 

Sandersdorf/ Herzlich willkommen zum Liveticker des Verbandsliga-Spitzenspiels zwischen der SG Union Sandersdorf und dem Halleschen FC II. Bei milden Temperaturen und besten Bedingungen steht diesem Duell nichts mehr im Weg.

 

90. Minute: Der Schiedsrichter spart sich die Nachspielzeit und pfeift pünktlich ab. Union gewinnt 3:1 gegen den Halleschen FC II. Die Hänsel-Elf konnte nicht an die Leistungen aus dem Hinspiel anknüpfen. Sandersdorf überzeugte durch sehenswertes Passspiel und durch Torjäger Gugna. Liebe Besucher, morgen gibt es noch die Stimmen zum Spiel und Spielfotos. Vielen Dank für euer Interesse!

 

89. Minute: Hoppla! Da schlägt Knaack das Leder aus dem linken Halbfeld einfach mal hoch in den Strafraum. Der Ball wird immer länger und klatscht schließlich ans Aluminium.

 

87. Minute: Hier passiert nichts mehr. Union schaukelt das Spiel nach Hause, auch wenn der eingewechselte Tesinsky gerade einen Kopfball gefährlich aufs Tor platziert. Wäre der drin gewesen, hätten die 405 Zuschauer spannende Schlussminuten erlebt.

 

86. Minute: Wechsel bei Hallescher FC II: Frunze Hovhannisyan geht, neu im Spiel Pavel Tesinsky. Da ist man froh, nicht Stadionsprecher sein zu müssen.

 

85. Minute: Das MUSS das 4:1 sein. Marose, keine Minute auf dem Feld, läuft mutterseelenallein auf Keeper Weiß zu. Der Sandersdorfer kann sich die Ecke aussuchen, versemmelt das Ding jedoch.

 

84. Minute: Wechsel bei Union Sandersdorf: Doppeltorschütze Gugna holt sich den verdienten Applaus des Publikums. Es kommt Jörg Marose

 

81. Minute: Wechsel bei Union Sandersdorf: Rico Gängel geht, es kommt Christoph Zorn.

 

70. Minute: Das 3:1, Erol Gugna! Ausgerechnet Gugna macht sein zweites Tor, sein insgesamt 13. Treffer in dieser Saison. Im Sommer bot sich der Mazedonier auch beim HFC an, doch Carsten Hänsel entschied sich gegen ihn. Wenn man nur auf die Zahlen schaut eine falsche Entscheidung. Gugna überrannte aus dem Mittelfeld die komplette Hintermannschaft und bezwang Weiß mit einem Schuss ins kurze Eck.

 

68. Minute: Wechsel bei Union Sandersdorf: Dominik Witt geht vom Feld, Vincent Mustapha kommt. Beim Gehen übergibt Witt die Kapitänsbinde an Michael Stelzl. Außenverteidiger Mustapha orientiert sich nach links, Tom Renner rückt dafür ins Mittelfeld.

 

66. Minute: Platzverweis für die Gäste! Noch 24 Minuten zu spielen, und die HFC-Reserve ist ab jetzt in Unterzahl. Tommy Parthier enteilt auf links, gestoppt von Marcel Trojandt. Der HFC-Kapitän hatte bereits Gelb (20. Minute) und sah von Schipke die Ampelkarte. Halle jetzt mit Rückstand und in Unterzahl - das wird schwer. Unions Karten haben sich noch einmal verbessert. Neuer Kapitän bei den Gästen: Martin Weber

 

63. Minute: Während Tom Renner nach einem Kopfballduell behandelt werden muss, verrät Stadionsprecher Holger Bär die Zuschauerzahl. 405 Besucher verfolgen das Flutlichtspiel am Freitagabend

 

58. Minute: Ein langgezogener Freistoß aus gut und gerne 30 Metern von Benjamin Knaack segelt an Freund und Feind vorbei - aber auch am Tor.

 

53. Minute: Der zweite Wechsel des Spiels bei Hallescher FC II: Michael Rezac geht, Fabian Hanetzog kommt.

 

51. Minute: Das Spiel hat das Tempo halten können, beide Teams jetzt wesentlich agiler. Christian Kuka zieht im Strafraum nach einem Abpraller direkt ab, verzieht jedoch deutlich.

 

47. Minute: Das 2:1, Erol Gugna. Michel Hennig vertändelt eigentlich den Ball, doch setzt nach. Blockt Halles Befreiungsschlag und der Querschläger landet bei Gugna. Der Mazedonier scheitert beim ersten Versuch gegen Weiß, reagiert jedoch am schnellsten und bugsiert den Abpraller über die Linie. Das ist der Traumstart für die Hausherren, Halle eiskalt erwischt.

 

46. Minute: Die Spieler sind wieder auf dem Feld, Wechsel gab es einen. Martin Weber ersetzt Benjamin Boltze. Los geht es, die zweiten 45 Minuten haben begonnen.

 

46. Minute: Schipke pfeift die erste Halbzeit ab. Nach einem schleppenden Beginn sahen die Zuschauer eine spannende Schlussphase. Union ging durch Christian Kuka verdient in Führung. Die HFC-Reserve schien diesen Gegentreffer gebraucht zu haben, denn von da an war sie es, die das Spiel bis zum Pausenpfiff gestaltete. Folglich der Ausgleich: Boltze trifft nach einer umstrittenen Freistoßentscheidung. Kurz vor der Pause zog sich Union-Verteidiger Michael Stelzl noch einen "Cut" zu und musste behandelt werden. Er kann jedoch weiterspielen.

 

39. Minute: Das 1:1, der Schütze: Benjamin Boltze. Halle wacht nach dem Rückstand auf. Trojandt nimmt Tempo auf, zieht aufs Tor. Hennig verfolgt ihn und foult den Hallenser zentral vor dem Strafraum. Eine Sache für Benjamin Boltze. Der schießt flach an der Mauer vorbei, ein Union-Bein ist noch dran und Bölke im Kasten chancenlos.

 

38. Minute: Fast der Ausgleich. Eine Flanke segelt gefährlich aufs Tor von Bölke. Der ist überrascht, aber zur Stelle. Doch der Abpraller landet bei Michael Rezac, der die Gelegenheit nicht nutzt und den Ball übers Tor hämmert.

 

35. Minute: Das 1:0! Der Torschütze: Christian "Pavel" Kuka. Nach der Nullnummer aus der Vorwoche das erste Rückrundentor für Union. Einwurf Union, Halles Sebastian Dräger tritt bei einem hohen Ball über das Spielgerät und dahinter lauert Kuka, der sich nicht zweimal bitten lässt. Nach dem bisherigen Spielverlauf die verdiente Führung.

 

33. Minute: Wo ist Maximilian Heyse? Vom Hallenser Winterzugang, gekommen vom VfL Halle 96, ist bislang noch nichts zu sehen. Was ihn jedoch nicht von seinen Mitspielern unterscheidet.

 

31. Minute: Union ist derzeit präsenter, gewinnt mehr Zweikämpfe und treibt den Ball permanent in Richtung HFC-Tor. Rico Gängel versucht es aus der Distanz. Der Ball segelt einen Meter über den Querbalken.

 

29. Minute: Von der HFC-Reserve ist nicht das Feuerwerk aus dem Hinspiel zu sehen. Da stand es zu dem Zeitpunkt schon 3:0 für die Hänsel-Elf.

 

27. Minute: Fast das 1:0! Trogrlic foult Parthier 20 Meter vor dem Tor - eine gefährliche Position. Witt und Hennig stehen am Ball - der Kapitän macht es selber, und schlenzt den Ball haarscharf am kurzen Pfosten vorbei. Keeper Weiß hätte da keine Chance gehabt.

 

25. Minute: Der Ball im Tor - doch die Fahne oben. Hennig steckt durch auf Tommy Parthier, dessen Lupfer über Weiß landet im Tor. Doch schon vorher war die Fahne oben.

 

20. Minute: Konter der HFC-Reserve. Dräger treibt den Ball, Nüchtern läuft mit. Dräger versucht es zentral aus 20 Metern selber, bleibt aber im Rasen hängen. Der Schussversuch wird zum Rückpass.

 

16. Minute: Weiter gibt es nichts zu berichten. Zeit, kurz auf Sandersdorfs Winterneuzugang aufmerksam zu machen. Michel Hennig aus dem Nachwuchs von Lok Leipzig hat neben Kapitän Witt gleich eine zentrale Rolle in Sandersdorfs Mittelfeld.

 

11. Minute: Es ist ruhig im Stadion. Wo sind die Sandersdorfer Fans, die im letzten Jahr so viel Stimmung gemacht haben? Das Spiel animiert die Zuschauer jedenfalls noch nicht zu Jubelausbrüchen.

 

4. Minute: Sebastian Boltze setzt den ersten Schuss auf den Kasten von Sebastian Roßberger. Aber von halblinks und ohne Kraft - kein Problem für den Keeper.

 

1. Minute: Schiedsrichter Sebastian Schippke pfeift die Partie an. Es kann losgehen.

 

Union Sandersdorf: Christian Bölke, Michael Stelzl, Tom Renner, Torsten Lehmann, Rico Gängel, Erol Gugna, Christian Kuka, Tommy Parthier, Tobias Große, Dominik Witt (Kapitän), Michel Hennig

Bank: Sebastian Roßberger, Vincent Mustapha, Nicky Ebert, Christoph Zorn, Richard Wießner, Jörg Marose

Trainer: Rainer Lisiewicz

 

Hallescher FC II: Felix Weiß, Marcel Trojandt (Kapitän), Benjamin Knaack, Maximilian Heyse, Benjamin Boltze, Dennis Mast, Marcel Nüchtern, Michael Rezac, Sebastian Dräger, Marko Trogrlic, Frunze Hovhannisyan

Bank: David Tretropp, Fabian Hanetzog, Martin Weber, Pavel Tesinsky

Trainer: Carsten Hänsel

 

Sandersdorf gegen HFC II - Vor dem Spitzenspiel der Verbandliga

Die nächste Trainergeneration

 

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Im Sommer (15.07.2011) habe ich während der Vorbereitungsphase einen Beitrag für die Mitteldeutsche Zeitung Halle geschrieben. Hier ist er noch einmal zum Nachlesen.

 

Halle/Saale/ Gemütlicher soll es noch werden. Die Wände könnten wieder einmal gestrichen werden und eine Couch kommt rein in das kleine Zimmer des HFC-Nachwuchsleistungszentrums am Sandanger. Eine neue Kaffeemaschine hat Carsten Hänsel bereits mitgebracht. Er ist beim Halleschen FC der neue U-23-Trainer und einiges muss noch getan werden. Aber bis zum Saisonauftakt soll alles bereit sein - sowohl das Büro als auch die HFC-Reserve.

 

Carsten Hänsel gehört mit 28 Jahren zu einer neuen Trainergeneration. Jung, hervorragend ausgebildet und sympathisch. Sein Lebenslauf liest sich, als ob er nie etwas anderes werden wollte als Trainer. "Das hat mich schon immer gereizt, dazu muss man geboren sein", sagt er über sein Engagement. Den C-Trainerschein bekam er 1998 mit 16 Jahren. Seine Karriere als Spieler (Budissa Bautzen, Sachsen Leipzig, IMO Merseburg, FC Eilenburg) beendete Hänsel 2002 nach einer langwierigen Knöchelverletzung. Er konzentrierte sich auf das Trainergeschäft, von da an ging alles ganz schnell. Bereits ein Jahr später war er Co-Trainer beim Oberligisten FC Eilenburg, 2006 und 2007 unter dem Trainer-Urgestein Achim Steffens. Hänsel beerbte ihn am 19. Mai 2008, drei Spieltage vor dem Ende der Oberligasaison und holte fünf Punkte. Zu wenig, Eilenburg stieg ab. Und damit verpuffte etwas ganz Großes.

 

Länderspiel-Premiere für Halle

 

DFB-Elf im Erdgas-Sportpark zu Gast

 

U21_Plakat_Deutschland_vs._GriechenlandHalle/ 5:4 gewann die deutsche U21 das Hinspiel in Tripoli, am Mittwoch trifft das Team von DFB-Trainer Rainer Adrion im Erdgas-Sportpark in Halle/Saale wieder auf Griechenland. Das DFB-Team will den Schwung aus der bisherigen EM-Qualifikation mit ins neue Jahr nehmen. Es ist seit nunmehr sieben Spielen ungeschlagen. Der Vorverkauf für das Topspiel gegen die Griechen läuft.

 

Mit einem Erfolg würde der Tabellenführer der Qualifikationsgruppe 1 einen großen Schritt Richtung Europameisterschaft 2013 in Israel machen. Die DFB-Auswahl liegt elf Punkte vor Bosnien/Herzegowina und Weißrussland und zwölf vor Griechenland, die alle eine Partie weniger bestritten haben.

 

Zu sehen ist das Spiel im Fernsehen, Sport1 überträgt ab 18.15 Uhr live.

 

Erfahrenster Akteur im aktuellen Kader ist Mittelfeldspieler Sebastian Rudy (TSG 1899 Hoffenheim) mit 15 Einsätzen. Peniel Mlapa (Hoffenheim), ist mit acht Treffern der torgefährlichste U21-Spieler europaweit. Verzichten muss Adrion unter anderem auf Kapitän Lewis Holtby. Der Mittelfeldspieler vom FC Schalke 04 ist nach einer wochenlangen Verletzungspause erst ins Mannschaftstraining beim Bundesligisten zurückgekehrt.

Keine große Überraschung im Tor: Mit Bernd Leno (Bayer 04 Leverkusen) und Marc-Andre ter Stegen (Borussia Mönchengladbach) vertraut Adrion zwei Keepern, die bisher keine U 21-Einsätze absolviert haben, jedoch in der Bundesliga bereits auf sich aufmerksam gemacht haben. Zur Situation auf der Torwartposition erklärt Rainer Adrion auf der Homepage des DFB: „Wir haben derzeit vier Stammtorhüter aus der Bundesliga in unserem Blickfeld für die U 21 und daher ein Luxusproblem auf der Torwartposition. Oliver Baumann und Kevin Trapp haben sich im bisherigen Verlauf der Qualifikation bewährt, Bernd Leno zeigt unter anderem hervorragende Leistungen in der Champions League und Marc-Andre ter Stegen macht durch sein konstant gutes Spiel in Mönchengladbach auf sich aufmerksam."

 

Zum Austragungsort sagt Rainer Adrion: „Es ist eine große Freude für uns, das erste Länderspiel im neuen Stadion von Halle bestreiten zu können. Das Hinspiel war ein packender Vergleich, und ich bin sicher, dass wir wieder unser ganzes Potenzial ausschöpfen müssen, um das Spiel zu gewinnen. Ein Sieg ist das Ziel für uns, damit wir als Tabellenführer im Herbst 2012 in die Play-offs gehen können."
 

Gehälter, Boni und Aufwandsentschädigungen im Hobbyfußball

 

Angemessen oder schon maßlos?

 

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Hier ein Amateurvertrag, da ein Führerschein und dann noch die Siegprämie – im Fußball hat sich die Bezahl-Mentalität Stück für Stück in die tieferen Ligen durchgesetzt. Scheinbar ist es in Sachsen-Anhalt im Vergleich zum Nachbarn Sachsen noch etwas fortgeschrittener. Doch ist das noch angemessen – oder bereits maßlos? Darüber sprach Thomas Rinke mit Stefan Lange, einem sehr gut vernetzten Fußballer, ehemaliger Vereinspräsident des FV Bad Düben und Mitbegründer der Fußballschule „Ilebiber“.

 

Herr Lange, in Sachsen-Anhalt hat vor wenigen Monaten die Insolvenz von Grün-Weiß Wolfen für Aufsehen gesorgt. Ist dieses Thema auch bis nach Sachsen und Bad Düben vorgedrungen?
Stefan Lange: Das Thema hat bei den Funktionären natürlich einen Adressaten gefunden und wurde hier und dort auch diskutiert. Zumal es mit Wolfen als ehemaligen Oberligisten ja nicht gerade einen Unbekannten getroffen hat.

 

Eine der genannten Gründe für die Insolvenz sind die Kosten der Spielergehälter. Gerade da ist zuletzt der FV Bad Düben mit dem Ziel gekommen, diesen Weg nicht mitzugehen. Wie sieht es mit Spielergehältern grundsätzlich aus in Nordsachsen?
Stefan Lange: Eine eindeutige Antwort kann ich hierzu leider nicht formulieren. So gab es in nicht allzu ferner Vergangenheit verschiedene Bestrebungen einige Männermannschaft unter Zuhilfenahme von tschechischen Sportsfreunden in höhere Gefilde des Sports zu befördern. Diese Bestrebungen schlugen allesamt fehl und wurden nicht selten auch mit der Insolvenz der Vereine beschlossen. Im Moment versuchen auf der Bezirksebene einige Vereine ohne Zahlungen oder besser mit geringen Zahlungen auszukommen, was jedoch eher die Ausnahme ist. In der Regel fließt Geld. Was aber festzuhalten ist, ist die Tatsache, dass nach meinem Kenntnisstand in Sachsen-Anhalt bei vergleichbaren sportlichen Ligen unvergleichbar hohe sogenannte Aufwandsentschädigungen gezahlt werden. Ab Landesliga ist mir kein Verein bekannt, in welchem die Spieler die Aufwendungen nicht entschädigt bekommen. Aber auch dabei gilt bezüglich der Höhe der Zahlung das gleiche Argument wie auf Bezirksebene.

 

Fans

Wenn der Fußball zur Nebensache wird


Internet-Video sorgt für Wirbel vor dem Derby

 

Es ist knapp vier Minuten lang - aber seine Auswirkungen werden sich noch Monate hinziehen. Vor wenigen Tagen ist auf youtube ein Video aufgetaucht. Vermummte Personen zünden die geklaute Zaunfahne der "FuhneFront" an - in der Ultraszene ein absoluter Affront. Eine Woche vor dem Derby zwischen Union Sandersdorf und dem FC Grün-Weiß Wolfen schlagen diese Szenen hohe Wellen. Leider.

 

Auch die Mitteldeutsche Zeitung hat sich dem Thema angenommen - und den Protagonisten des Videos eine zusätzliche Plattform geboten. Auch ich habe mich heute den ganzen Tag gefragt, dieses Thema für die Berichterstattung beim RBW aufzugreifen. Wir haben es vorerst abgelehnt, um dem Video nicht zusätzliche Aufmerksamkeit zu verschaffen. Doch was bewirkt eine solche Haltung angesichts eines Zeitalters, in der über Facebook und Co. jeder an den Link und das Video kommt? Fakt ist: Es sind Provokationen, die ohne Reaktion verhallen können. Oder aber eine Antwort folgen lassen - die sich vielleicht nicht auf Prahlerei reduziert. Ein kleiner Streich ist das jedenfalls nicht.

 

1.300 Zuschauer sahen das letzte Derby am 15. April 2011. Es war ein Fußballfest, eine Traumkulisse für ein Spiel in der sechsten Spielklasse. Die Spieler genossen jede der 90 Minuten. Und auf dem Platz ist die Rivalität relativ. Wenn mit Stefan Bebber, Frank Berger, Florian Schneier, Marcus Jeckel, Sören Westphal oder Mathias Wirsing gleich sechs Spieler innerhalb eines Jahres von Sandersdorf nach Wolfen wechseln - wer hat da noch ein Messer zwischen den Zähnen?

 

Das Derby zwischen Union Sandersdorf und Grün-Weiß Wolfen wird wie immer die Region elektrisieren und die Fans in Scharen in den Sandersdorfer Sportpark locken. Die meisten von ihnen werden aus einem Grund kommen: wegen dem Fußball. Das zu untermauern, ist unsere Aufgabe als Sportberichterstatter.

 


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